#12von12 im Oktober 2018

Hallo ihr Lieben,
dass ich heute tatsächlich noch an der Blogparade 12von12 bei Caro teilnehme, hätte ich heute Morgen nicht für möglich gehalten. Seit ca. zwei Wochen hat mich ein grippaler Infekt fest im Griff und fesselt mich bei den sommerlichen Temperaturen ans Haus. Aktivitäten sind nur im Sitzen möglich, alles andere ist mir zu anstrengend.  Nachdem ich meinen Blumenstrauß für den heutigen Friday-Flowerday gegen 6.30 Uhr zu Holunderblütchen geschickt habe, habe ich mich nochmal ins Bett gelegt und wurde dann gegen 10.00 Uhr etwas unsanft von meiner kleinen Enkeltochter geweckt. „Oma komm. Bötchen und Fühstück, oben.“ Schön, wenn ich mich nicht selbst kümmern muss und mich an einen reichlich gedeckten Frühstückstisch setzen darf.
Wieder bei mir in der Wohnung, ging es gestärkt an die Nähmaschine:

An der Nähmaschine

Eine Hose, bzw. ein ganzes Outfit für eine Puppe muss genäht werden. Aber heute erstmal die Hose:

Fertig genähte Puppenhose

Die fertige Puppenhose wird anprobiert, passende Schuhe werden aus der Vorratskiste geholt; Perfekt.

Gestrickte Schuhe für die Puppe

Kaum bin ich fertig, kommen meine kleinen Mitbewohner und bitten mich, mit ihnen auf den Spielplatz zu gehen. Einen gemeinsamen Besuch auf den Spielplatz muss ich leider ablehnen, denn das ist mir zu anstrengend. Stattdessen hole ich die Märchenwolle hervor und die Idee ein paar Zauberkugeln herzustellen, wird freudig aufgenommen. Für die Zauberkugeln gibt es unzählige Namen. Viele nennen sie auch Schatzkugeln, Schatzsteine oder auch Drachenaugen:

Zauberkugeln filzen

Um eine Murmel werden nach und nach Schichten von Märchenwolle gelegt und mit viel Seifenwasser zwischen den Händen oder auf der Noppenfolie zu einer festen Kugel geformt. Erst wenn sich die Wolle schon etwas verfilzt hat, darf der Druck auf die Kugeln erhöht werden. Vorher wird mit leichten, sanften Bewegungen gearbeitet. Haben die Kugeln die gewünschte Festigkeit erreicht, werden sie ausgewaschen und kommen in ein Essigbad, das die Restseife neutralisiert:

Zauberkugeln im Essigbad

Die fertigen Filzkugeln kommen dann zum Trocknen bei 70 Grad in den Backofen:

Nassgefilzte Zauberkugeln im Backofen

Inzwischen ist mein Mann nach Hause gekommen und hat mir zu meiner Überraschung ein paar Blumen, bzw. Stauden mitgebracht. Wunderschön. Ich liebe weiße Herbstanemone:

weiße Herbstanemone

Die Kinder haben lange genug mit ihrer Bastelei am Tisch gesessen und wenden sich erstmal anderen Dingen zu. Meine kleine Enkeltochter holt sich wieder einige Sortierschalen:

Kind am Sortieren

Die Große hingegen scheint mehr Bewegungsdrang zu haben:

Sportliche Enkeltochter

Ich räume inzwischen den Tisch auf, damit wir eine Kleinigkeit essen können:

Basteltisch

Im Wohnzimmer wird inzwischen gebaut, ein Turm nach dem anderen entsteht:

Kind beim Spielen mit Bauklötzen

Und dann ist es endlich soweit. Unsere Zauberkugeln sind trocken und werden mit einem scharfen Messer halb aufgeschnitten. Sind sie nicht schön geworden?

Fertige Zaubersteine

Bis zum nächsten Mal
Edelgard

 

 

Gut behütet

Hallo ihr Lieben,
kennt ihr das? Ihr habt eine ganz bestimmte Idee im Kopf und im Laufe der Umsetzung entsteht wie von selbst etwas ganz anderes?
So ist es mir diesmal mit meinem Schäfer und seiner Schafherde ergangen. Ein kleines bisschen Märchenwolle, die auf das Kinn des geplanten Jungen fiel, machte aus der Biegepuppe einen Großvater und im nächsten Schritt dann einen Schäfer.

Biegepuppe Schäfer und eine mit Nadel gefilzte Schafherde

Und wo ein Schäfer ist, gibt es natürlich auch Schafe. Auf eine ganz feste Filzplatte habe ich die Umrisse von Schafen gezeichnet und dann mit Hilfe der Filznadel rundherum die Schafwolle aufgebracht. Ein kleines Stück Filz für Ohren und Schwänzchen und im Nu war die Schafherde fertig.

Biegepuppe - Schäfer - Waldorf - gefilzte Schafe

Die gewundenen Hörner des Schafbocks entstanden aus ein mit Märchenwolle umwickeltes Stück Draht. 

Liebseeligkeiten Biegepuppe - Schäferhund und Schafbock mit der Nadel gefilzt

Aus dem kleinen Hund muss erst noch ein richtiger, großer Hütehund werden. Vorerst bleibt wohl die ganze Arbeit des Schafehütens Aufgabe des Schäfers.

Schäfer - Biegepuppe - Waldorf

Wen wundert es da, dass sich der Schäfer hin und wieder ein kleines Päuschen gönnt und sich liebevoll um das kleinste Schaf in der Herde kümmert.

Bis zum nächsten Mal
Edelgard

Verlinkt mit Naturkinder und   Creadienstag

 

 

 

Ein Mobile mit Blumenelfen, Schmetterlingen und Bienen

Hallo ihr Lieben,
endlich ist meine „Sommerszene“ fertig geworden. Zu den Bienen und Blumenelfen, die euch ja schon bekannt sind, haben sich noch zwei Schmetterlinge gesellt. Die Blüten und Blütenblätter habe ich aus gekauftem Filz gefertigt. Die Blumengirlande wurde aus Märchenwolle mit der Nadel gefilzt, ebenso die Schmetterlinge, die grünen Blätter und die Bienen. Der Körper der Blumenelfen besteht aus einem Drahtgestell, das mit Schafwolle umwickelt und anschließend mit Schweizer Puppentrikot bezogen wurde. Die Kleidung der Blumenelfen ist ebenfalls aus Märchenwolle und wurde punktuell mit der Filznadel am Körper befestigt.

Leider bleibt das Mobile nicht bei mir. Diese kleinen Liebseeligkeiten – Von Hand fürs Herz, fliegen noch heute hoch in das Kinderzimmer meiner Enkelin. Und ich glaube, da werden sie sich richtig wohlfühlen. Dort erwartet sie nämlich ein Tal, in dem es viel zu entdecken gibt. Und was alles, das seht ihr hier.

Mobile-Blumenelfen-Bienen-und-Schmetterlinge.jpg

Es wispert und knispert durch die Nacht,
wer schläft denn nicht und lacht und lacht?
Ich schau in die Zweige ganz hoch in den Baum
und man glaubt es kaum.
Dort sitzen vergnügt zwischen Laub und Geäst,
ganz viele Elfen und feiern ein Fest.

Ich bin ganz leise, damit ich nicht störe
und vor mir ganz nah, schaukelt auf einem
Zweig, eine ganz kleine Göre.
Sie kichern und singen vergnügt durch die Nacht.
Wer hätte das gedacht.
Es gibt sie doch!

Und hätte ich es selbst nicht gesehen,
ich würde es nicht glauben, das kann ich verstehen.
Ich sehe links oben die Kleine, mit den rostroten
Haaren und hier ganz unten die zwei, die
vergnügt, an Nektar sich laben.

Ganz versteckt unter einem Blättergewirr, sitzen
die Kleinen und spielen mit Blütengeschirr.
Oh, wie schön, dass ich es sehen darf und leise
 entferne ich mich,
unbemerkt,
ganz gemach.

(Autor unbekannt)

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Honig – Das süße Gold

Große Filzblüte mit gefilzten Bienen

Hallo ihr Lieben,

die beiden gefilzten Bienen sind ein kleiner Teil, einer von mir geplanten Sommerszene. Heute kommen sie jedoch schon mal zum Einsatz, um euch zu zeigen, was sich bei mir im Keller seit neuestem so tut. Dort wird geschleudert. Und zwar nicht nur Wäsche, sondern auch Honig. Eine ganze Imkerei fand Platz in einem meiner Kellerräume. Ein Teil meiner Familie ist nämlich seit März diesen Jahres unter die Imker gegangen und macht jetzt in Honig. Da in der eigenen Wohnung nicht genügend Platz vorhanden ist, steht alles, was man für die Herstellung von Honig benötigt jetzt hier, und ich muss zugeben, es ist spannend.

Der ganzen Theorie über Imkerei und Honigproduktion konnte ich bislang nicht soo viel abgewinnen, interessant wurde es allerdings, als jetzt der erste Honig floss.
Und wie das Ganze abläuft, seht ihr hier:

Entdeckeln der Zellen einer Waabe, HonigRähmchen, entdeckelte Waabe

Mit einer Entdeckelungsgabel werden die Zellen der Waben vom Wachs entdeckelt. Die Arbeiterinnen haben hier ganze Arbeit geleistet, um den fertigen Honig zu schützen, bzw. ihre Honigreserven für den Winter zu konservieren. Sind alle Zellen offengelegt, kommen die Wabenrähmchen in die Schleuder und siehe da, das süße Gold läuft.

Honig fließt aus der HonigschleuderHonig fließt durch ein Spitzsieb

Nachdem der Honig schon durch ein Grob- und Feinsieb gelaufen ist, geht’s durch ein Spitzsieb in den Abfülleimer. Der Honig ist soweit fertig und könnte gegessen werden. Da Sohnemann aber Honig von cremiger Konsistenz bevorzugt, bleibt der Honig noch im Eimer, bis er beginnt zu kristallisieren. Sich an der Oberfläche abgelagerte Verunreinigungen werden nochmals abgeschöpft, und der Honig wird bis zur Abfüllung in Gläser mehrmals gerührt.
Der von den Zellen entfernte Entdeckelungswachs ist aber alles andere als Abfall. Ganz im Gegenteil, er ist das Reinste und somit der wertvollste Wachs, den es gibt. Unter anderem kann man ihn als Grundlage für die eigene Herstellung von Salben und Cremes verwenden, d.h. ich werde mich demnächst durch Rezepte wühlen und Tiegel kaufen.
So, nun aber: nach drei Stunden Entdeckeln, Schleudern etc. war es geschafft (das leidige Säubern der Gerätschaften und des Kellerraumes nicht berechnet), und die Ausbeute betrug sage und schreibe:
90! (neunzig) Kilo Honig. Und das, nach einmaligem Honigmachen. Demnächst kommt die Sommer-, später dann evtl. noch eine Waldtracht. „Rechnet mal aus, wieviel Gläser mit einem Fassungsvermögen von 500ml in diesem Jahr noch abgefüllt und etikettiert werden müssen?“ In Relation zu dem, was die Bienen leisten jedoch ein geringer Arbeitsaufwand; Um Nektar für 1kg Honig zu sammeln müssen Bienen 3 bis 5 Mio. Blüten anfliegen. Das sind rd. 60.000 Ausflüge vom Bienenvolk zu den Blüten und zurück. Da stellt sich doch die Frage:

Wieviel ist ein Glas Honig wert?
Josef Guggenmos (1922)

Gespräch mit der Bienenkönigin:
“Erlauben Sie mir, einen Wunsch zu sagen.
Ich möcht ein Gläschen Honig haben.
Was kostet’s ? Ich bin zu zahlen bereit.
Für was Gutes ist mir mein Geld nicht leid.”
“Sie wollen was Gutes für ihr Geld?
Sie kriegen das Beste von der Welt!
Sie kaufen goldnen Sonnenschein,
Sie kaufen pure Gesundheit ein!
Was Bessres als Honig hat keiner erfunden.
Der Preis? Ich verrechne die Arbeitsstunden.
Zwölftausend Stunden waren zu fliegen,
um so viel Honig zusammenzukriegen.
Ja, meine Leute waren fleißig!
Die Stunde? Ich rechne zwei Mark dreißig.
Nun rechnen Sie sich’s selber aus!
27.000 Mark und mehr.
Hier ist die Rechnung, ich bitte sehr!”

Also, denkt dran, wenn ihr das nächste Mal Honig esst – genauso wenig, wie es lila Kühe gibt, wächst der Honig auf den Bäumen.
Edelgard

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Ein Mobile aus selbstgefärbter Wolle

Großaufnahme Filzkugeln aus Märchenwolle

Mit Märchenwolle basteln, filzen oder Bilder „malen“, macht nicht nur mir, sondern auch meiner Enkeltochter großen Spaß. Leider war mein Vorrat an Märchenwolle aufgebraucht und so kam ich auf die Idee, selbst welche zu färben. Wer schon mal mit nassen Händen Krepp- oder Seidenpapier angefasst hat, weiß wie lange es braucht, die Hände wieder sauber zu bekommen.
Müsste doch bei Wolle auch klappen, oder? Zunächst haben wir eine kleine Probefärbung gemacht. Ein kleiner Schnipsel Seidenpapier reichte, und aus dem Wasser wurde in Sekundenschnelle ein Kirschsaft. Und wie erhofft ließ sich tatsächlich die Schafwolle darin färben. Die Farbe war nicht so intensiv, trotzdem waren wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

 
Gläser mit gefärbtem Wasser für die Märchenwolle

Viele Gläser wurden hervorgeholt und die große Färberei begann. Meine Enkeltochter war so aufgeregt, voller Freude und Spannung.
Sie experimentierte, stellte immer wieder neue Mischungen zusammen und konnte gar kein Ende finden.

Die Schafwolle nimmt ein FarbbadSchafwolle bunt gefärbt mit Seidenpapier

Die Schafwolle kam für ca. 15 Min. in das Farbbad, wurde danach ausgespült und anschließend auf den Heizungen getrocknet.

 

Nun wollten wir aus unserer neuen Märchenwolle etwas basteln. Ein Mobile schwebte uns vor. Die obligatorischen Vögel und Schmetterlinge kamen nicht Frage, da Muckel mit ihren vier Jahren diese nicht allein herstellen kann. Ich mag es einfach nicht, wenn beim Basteln mit Kindern die Erwachsenen die Hauptakteure sind.
Nadelfilzen jedoch kann meine Enkeltochter. Viele, bunte Kugeln sind aus der Märchenwolle entstanden, von denen ich zugegebener Maßen die meisten gemacht habe.Filzkugeln aus selbstgefärbter Märchenwolle

Sogar übers Wochenende habe ich hin und wieder eine Kugel gefilzt, sodass wir heute eine ganze Menge Arbeit hatten, sie alle aufzuhängen.

 

 

 

 

 

 

Und wunderschön ist es geworden, unser Mobile aus selbstgefärbter Schafwolle

Mobile aus vielen bunten Filzkugeln

Für Mutter und Kind

Heute hat meine Schwiegertochter Geburtstag und welchen Wunsch ich ihr erfüllt habe, kann ich euch jetzt zeigen.

Im September wurde mein viertes Enkelkind geboren.
Dem Willkommensgeschenk legte ich derzeit die Postkarte “ Von Sonntag/Mutter “ von Ruth Elsässer bei.
Irgendwann hörte ich meine Schwiegertocher sagen, dass sie dieses Motiv gern als großes Bild hätte

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