Makeover – Zimmerumgestaltung Teil 4

Zimmer - Industriedesign - Industrialstyle

Alte Möbeln aufarbeiten, Upcycling und so wenig Geld wie möglich ausgeben – all das waren die Grundideen für die Gestaltung meines neuen Zimmers.
Bis auf wenige Neuanschaffungen ist dies auch gelungen und was dabei herausgekommen ist, seht ihr hier.

Hallo ihr Lieben,
lange ist es her, dass ich euch die Anfänge meines neuen Zimmers (Büro und Gästezimmer) gezeigt habe. Aus der Idee, ein Zimmer mit upcycelten Möbeln und Materialien zu gestalten, ist noch nicht alles, aber schon vieles umgesetzt worden.

Aus dem sehr günstigen, fast geschenktem Altholz, entstanden neben dem Schreibtisch noch das Bett und die Leiter. Die Idee für das Bett im Industriedesign haben wir „geklaut“. Die vielen Ansichten auf das gute Stück im Netz, machten es uns einfach, es nachzubauen. Da ich aber kein Sofa, sondern ein Ausweich- bzw. Gästebett benötigte, haben wir den Grundaufbau etwas modifiziert.

DIY Bett - Industriedesign

DIY Bett - Eisenräder für das neue Bett

In der Werkstatt und mit Hilfe meines Bruders wurden die Flacheisen gekantet und die Löcher für die Ziernägel gebohrt. Trotz vieler Bemühungen gebrauchte Eisenräder zu besorgen, gelang uns dieses nicht, sie mussten regulär gekauft werden.

Flacheisen wird gekantet      DIY Bett - Bohrlöcher in Flacheisen - Industriedesign

Die Matratze habe ich mit Stoff vom Flohmarkt bezogen. Die Unmengen an Stoff der ehemaligen Übergardinen reichten dann auch noch für das Nähen der großen Kissenbezüge. Da ich noch genügend Stoff habe, werde ich demnächst noch Kissen für die Seiten nähen, für die bereits die Lederschnallen, die auf dem Original zu sehen sind, bereitliegen.

Das Deckenregal wurde aus Rohrleitungen gefertigt und dann schwarz lackiert.

DIY Regalhalterungen aus Rohrleitungen

Den Tisch und das Regal habe ich gebraucht über Kleinanzeigen gekauft. Ursprünglich wollte ich die Glasböden ersetzen durch Holzregale, habe mich nun aber entschieden, sie so zu belassen.
Im anderen Teil des Zimmers sieht es noch sehr sträflich aus. Hier fehlen noch viele Bilder über der aufgearbeiteten Kommode und eine Vitrine aus Buche wartet noch auf einen schwarzen Anstrich.

DIY - Kommode - Upcycling
In nächster Zeit, werde ich dazu jedoch keine Gelegenheit haben, da ein neues Projekt meine ganze Zeit in Anspruch nimmt. Das Gartenhaus meines neuen Schrebergartens wird innen aufgemöbelt und im Kontrastprogramm zu diesem Zimmers gestaltet. Aber dazu mehr ein anderes Mal.
Das Zimmer ist bisher schon so geworden, wie mein Mann es sich gewünscht hat. Meinen ursprünglicher Plan, alles in weiß zu gestalten, werde ich an anderer Stelle verwirklichen. Ihr ahnt sicherlich schon wo, oder?

DIY Möbel - Upcycling

Bis denne
Edelgard

Verlinkt mit  Meertje, Dienstagsdinge, HOT,  Creadienstag

Ein Gatter für die Hühner

Hallo ihr Lieben,

unsere Ostheimer Hühner haben ein Gatter bekommen. Endlich ist es vorbei, das ständige Suchen nach ihnen unter Schränken, in den Sofaritzen oder wo auch immer. Ich hoffe, diese kleine Werkarbeit wird sie endlich im Zaum halten.

DIY Hühnergatter für Ostheimer Hühner

Aus Sperrholzresten wurden eine große und eine kleine Grundplatte hergestellt. Mit der Stichsäge und einer Feile zum Abrunden der Sägekanten, ist das schnell gemacht. In die kleine Bodenplatte wurden für die Rundhölzer passende Löcher gebohrt.  Die Platten habe ich mit Acryl Baselfarbe angemalt, wobei ich diese mit viel Wasser verdünnt habe, so dass die Maserung des Holzes noch erkennbar ist.  Die Zaunpfähle wurden durchbohrt, etwas angespitzt, fest in die Platte geleimt und nach dem Trocknen des Leimes konnte das Lederband durchgefädelt werden.

Und das war es auch schon. Für heute mache ich Schluss, denn morgen muss ich mit den Hühnern aufstehen.

Bis zum nächsten Mal
Edelgard

Verlinkt mit: Freutag, Creadienstag, Dienstagsdinge

Makeover – Zimmerumgestaltung Teil 1

Hallo ihr Lieben,

in der letzten Zeit war nicht viel mit filigraner Bastelei, ich habe Omazeiturlaub gehabt und mich endlich mal daran gemacht, ein Zimmer von Grund auf neu zu gestalten. Nach 20 Jahren brauchte ich endlich mal einen Blick auf etwas anderes als Pax, Effektiv, Billy und Co.  Die Möbel vom Schweden in Bucheoptik erfüllten allesamt noch ihren Zweck, waren mir mittlerweile aber ein Dorn im Auge. Leider kann ich euch kein Vorher-Bild zeigen, der Entschluss, endlich mit dem Ausräumen zu beginnen, war ganz spontan, die Idee ein Foto zu machen kam mir nicht in den Sinn.

Alles sollte jetzt frisch und hell werden und was mir ganz wichtig war – keine großen Neuanschaffungen. In unserem Keller stehen genug ausrangierte Möbel, die es Wert sind, aufgearbeitet zu werden, nach unserem Umzug aber keinen Platz in der neuen Wohnung fanden.

Frisch, hell und Möbel streichen, das schreit doch förmlich nach Shabby, oder?  Ja, so war jedenfalls mein Plan. Doch es kam alles anders. Mein Mann war damit erstmalig (!) überhaupt nicht einverstanden. Obwohl ich sonst immer freie Hand habe die Räume zu gestalten, in dieser Shabbywelt sah er sich so überhaupt nicht. Nachdem er sich auf mein Bitten hin einige Shabbywohnwelten im Netz angeschaut hatte, wurde seine Ablehnung immer größer. Er hatte den Eindruck alle Shabbyliebhaberinnen seien alleinstehende Frauen, die gemeinsam in einer riesigen WG lebten und es sich zum Ziel gemacht haben, alles männlich Anhauchende aus ihrer Wohnung zu verbannen. Und auf die Frage, ob die Ostereier nun auch in schwarz/weiß umgestrichen werden müssten, fiel mir dann auch nichts mehr ein.

Fazit: Nix mit Shabby.

Uns beiden gefiel unsere aufgearbeitete Hobelbank in der Küche und wir einigten uns, ein Zimmer in einem ähnlichen Stil zu gestalten.

Ich habe einige der Wände also nicht grau, sondern im Farbton Macchiato gestrichen. Über Kleinanzeigen haben wir zig Meter 4 cm dicke, abgelagerte Holzbohlen für ’nen Appel und ’n Ei erworben und so entstand das erste neue Möbelstück, ein Schreibtisch. Das Holz wurde etwas abgeschliffen und dann gebeizt. Die Holzböcke sind aussortierte Stücke meiner Schwiegertochter, so ganz will der Schwede wohl nicht aus meinem Zimmer verschwinden. Als der 2,60 m neue Arbeitsplatz in der ehemaligen Kleiderschranknische aufgebaut wurde, war ich total glücklich, bis, ja bis die Monitore ihren Platz auf ihm fanden. Und jetzt kommt eigentlich das, was ich euch zeigen wollte.

Ich habe sie versteckt. Und ich bin so glücklich, ob der Idee, die unansehnlichen Dinger aus meinem Blickfeld verbannt zu haben.

DIY Neuer Schreibtisch mit versteckten Monitoren

Ich habe zwei Tafeln, zwei Schubladenboxen und ein Brett gekauft, alles gewachst und die Monitore umbaut.

DIY Materialien für Monitorumbau, Schreibtafel Schubladenboxen und Bretter
DIY Grundregal für den Monitorumbau, zusammengeschraubte Bretter Finish der Schubladenboxen mit Wachslasur

Die Schubladen habe ich umgedreht, damit ich die Etikettenhalter anbringen konnte. Da Tafeln und Boxen nicht das gleiche Maß haben, entstand mittig eine Lücke, ideal zum Durchführen der Kabel von Tastatur und Maus. Die Tafeln wurden mit kleinen Scharnieren am Rahmen befestigt.
Damit sich die Tafeln mehr als 90 Grad öffnen lassen, musste von den seitlich angebrachten Regalen, etwas herausgesägt werden.

Gesägter Brettausschnitt

 

Ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden und die erste Hürde zur Umgestaltung des Zimmers ist genommen. Wie es weitergeht? Ich weiß es selbst noch nicht so genau, habe aber schon einige Ideen, die ich euch zeigen werde, sobald sie umgesetzt wurden. Also, seid gespannt auf Zimmerumgestaltung Teil 2.

Bis denne

Edelgard