Glockenblumen und wie sie entstanden

Zurzeit ist mein Garten voll mit Glockenblumen. Bei mir dürfen sie sich überall aussäen. Ob blau oder weiß, jede ist willkommen. Schon als Kind habe ich diese Blumen geliebt. Es gibt unzählige Mythen über die Glockenblume und die Darstellungen von Elfen mit ihren Glockenblumenhüten und Glockenröckchen, sind sicher allen von euch bekannt.

Ursprünglich stammt die Glockenblume aus Italien und bereits im 16. Jahrhundert wurde die Blume mit den Glockenblüten in Schriften erwähnt. Ihr botanischer Name Campanula bedeutet nichts anderes als Glocke. Es gibt an die 300 Arten von Glockenblumen und die, die sich zurzeit auf meinem Tisch befinden, sind die Pfirsich – Glockenblumen „Grandiflora Alba.“
Und damit sich die Glocken nicht gegenseitig beim Läuten behindern, bekam jede einzelne von ihnen eine eigene Vase:

Blumen, Blumenvasen mit weißen Glockenblumen

Glockenblume Campanula weiße Blumen

Grandiflora Alba weiße Glockenblume

Am Abend, bevor die Gäste kamen, habe ich sie auf den Küchentresen gestellt. Vor der dunklen Wand kamen die weißen Blüten der Glockenblumen besonders gut zur Geltung und jeder hatte Freude an ihnen.

weiße Glockenblumen vor dunkler Wand

Und hier noch eine kleine Geschichte aus  „Das Blaue Bändchen“ des Schaffstein-Verlages, Köln (von Blumen und Bäumen):

Wie die Glockenblumen entstanden sind
Einst waren die Mäuse in großer Not; denn die Katze fing und tötete alle, die sich sehen ließen. Da kamen sie zusammen und ratschlagten, wie sie sich vor der Katze schützen möchten. Aber da war guter Rat teuer, und die erfahrensten Mäuse bedachten sich lange vergeblich.
Endlich erhob sich ein junges Mäuslein und sprach: „Wir kaufen eine Glocke, die hängen wir der Katze um den Hals; dann hören wir es gleich, wenn sie kommt!“ Alle riefen froh: „Das ist ein guter Vorschlag; das wollen wir tun!“ Sie legten sogleich all ihr Geld zusammen und kauften eine Glocke.
Nun berieten sie weiter und sprachen: „Wer will der Katze die Glocke umhängen?“ Da riefen sie alle: „Ich nicht!“ „Ich auch nicht!“
Da lag nun die schöne Glocke nutzlos da, und es erhob sich ein Streit unter ihnen. Die eine Maus sagte: „Du bist schuld daran, dass ich mein schönes Geld ausgab!“ Die andere rief: “ Nein, du bist selber schuld daran!“

Zuletzt kaufte ihnen ein Wiesenzwerg die niedliche Glocke ab, und der schenkte sie einer schönen Blume auf der Wiese.
Und seit der Zeit gibt es Glockenblumen.

Verlinkt mit: Gartenglück, Samstagsplausch, Holunderblütchen, Freutag, Freitagsblumen

#12von12 im Juni 2017

Im Sommer verlagert sich unser Leben zum größten Teil nach draußen. Nicht nur im eigenen Garten, sondern auch in unserer ländlichen Umgebung, können wir die Seele baumeln lassen.  Auch heute war wieder so ein wunderbarer Sommertag und mit der Kamera im Gepäck, habe ich für Caro ein paar schöne Bilder eingefangen.

Wie jeden Morgen startete der heutige Tag mit einem Rundgang durch den Garten und der Begrüßung meiner „Gartenfreunde“, den Bänderschnecken.
Nacktschnecken, habe ich hier schon lange nicht mehr gesehen. Es scheint, als hätte es sich unter ihnen herumgesprochen, dass bei mir vorwiegend Blumen wachsen, die nicht auf ihrem Speiseplan stehen. Vielleicht begreifen die beiden da unten es ja auch noch.

Zwei Schnecken, Bänderschnecken

Für andere ist der Tisch in meinem Garten reichlich gedeckt. Die Blüten des Schnittlauchs und der Zwiebeln sind eine willkommene Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten:

Makro Blüte vom Schnittlauch mit Biene

Makro Biene im Anflug auf Blüte

Die Knospe der Jungfer im Grünen, die gestern noch geschlossen war, zeigt sich heute in ihrer ganzen Pracht:

Makro Jungfer im Grünen Blume

Der Rittersporn hingegen, gönnt sich noch ein bisschen Ruhe und wird mich spätestens morgen mit seiner geöffneten Blüte erfreuen:

Geschlossene Blüte des blauen Rittersporns

Klein aber oho! Die kleinen Blüten des Storchschnabels „Biokovo“ machen mit ihren imposanten Staubgefäßen auf sich aufmerksam:

Makro Blüte Storchschnabel Biokovo

 

Inzwischen ist „Omazeit“ und meine Enkeltochter und ich beschließen, unser Frühstück in den neu erworbenen Schrebergarten meines Sohnes zu verlegen.

Häuschen im Schrebergarten

Und während ich mit anderen Laubenpiepern einen Plausch über den Gartenzaun halte, sitzt meine Enkeltochter auf der Terrasse und malt ein schönes Bild für mich, so jedenfalls der Plan. Was ich dann sehe, ist jedoch alles andere als ein Bild, sondern:
Gottes Werk in Kindes Hand:

Angemaltes Schneckenhaus einer lebendigen Weinbergschnecke

Am frühen Nachmittag wird es meiner Enkeltochter zu langweilig im Schrebergarten, die erwartete Freundin sagt ab. Mit unseren Rädern geht es auf Umwegen nach Hause, entlang an Mohn- und Kornblumenfeldern:

Klatschmohn im Kornfeld

Zwischen all den blauen Kornblumen entdeckt mein Enkelkind mit ihren Adleraugen eine weiße Kornblume:

weiße Kornblume

Ganz vorsichtig geht es vorbei an einer Schwanenfamilie. Ihr lautes, aufgeregtes Geschnatter (heißt das bei Schwänen so?) verheißt nichts Gutes.

Schwanenfamilie - Schwäne mit ihren Jungen

Auf einer Wiese, inmitten von Habichtskraut, pausieren wir, verzehren die Reste der Frühstücksbrote und binden einen Blumenkranz:

Wiese mit Habichtskraut und Kind mit Blumenkranz aus Habichtskraut

Dann geht es gestärkt nach Hause, denn hier warten schon die weniger schönen Dinge des Tages. Jetzt könnte eine ganze Reihe Bilder von Geschirr- und Wäschebergen folgen, die ich euch heute aber erspare.

Ich hoffe, ihr hattet auch einen schönen Tag
Bis zum nächsten 12 von 12
Edelgard

Verlinkt mit Naturdonnerstag, Floral Biss

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blumen für ein Gute-Laune-Gefühl

Gute Laune schenkt mir dieser Blumenstrauß, den ich für meine dunkelste Ecke im Garten zusammengestellt habe. In diesen nördlichsten Teil meines Gartens, schaffen es nur die ersten Sonnenstrahlen des Tages. Bevor sich die Blüten der weißen Hortensien neben der Bank ausgebildet haben, versuche ich immer mit weißen und gelben Blumen etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Die weißen Margeriten, sowie einige Zweige des Sternchenstrauchs schenken dem dunklen Platz im Garten Helligkeit, und die gelben Blüten der Lilie eifern mit der Sonne um die Wette und lassen das Weiß noch heller erstrahlen.

Die Farbe Gelb steht in der Farblehre für Lebenslust und Fröhlichkeit. Sie bringt gute Laune, wirkt belebend und aktivierend. Weiß symbolisiert unter anderem Licht, den Anfang und das Neue.

„Und, was ist, wenn plötzlich ein Nieselregen einsetzt“? Ich nutze die Gartenpause und schicke die gute Laune zu Holunderblütchen.

Gelb-weißer Blumenstrauß Lilien und Margeriten

Gelbe Lilie und weiße Blumen

weiße Margeriten

Gelbe Rose mir Samenstand der Hasenglöckchen

Blüte der weißen Margerite mit Regentropfen

Und da ich ganz viel sonnige Grüße versenden möchte, gehts auch noch zum Freutag und den Freitagsblumen.

Euch allen einen sonnigen Tag
Edelgard