Dahlien und Gladiolen aus dem neuen Schrebergarten

Blumen - Dahlien -5

Hallo ihr Lieben,
neuer Schrebergarten? Ja, ihr lest richtig. Tatsächlich bin ich seit Mittwoch Besitzerin eines Schrebergartens. Es ist ja nicht so, dass ich nicht genug Garten rund ums Haus hätte. Mit dem Schrebergarten zusammen habe ich jetzt 1250 qm² zu bewirtschaften. Ob das zu wuppen ist, werde ich sehen. Zu Fuß erreiche ich die Kleingartenanlage in fünf Minuten. Es ist eine ganz kleine Anlage mit nur 20 Parzellen, es gibt Strom, das Gießwasser wird direkt aus dem Teich gepumpt, es gibt eine öffentliche Toilette und kostenloses Trinkwasser für alle – idealer geht es nicht.  
Warum noch einen Schrebergarten? Na, um Gemüse anzubauen und um noch mehr Platz für Blumen zu haben. In meinem Hausgarten ist kein Zentimeter frei, um auch nur eine Kartoffel zu pflanzen. Und da der Schrebergarten als Nutzgarten dienen soll, wird mir der Blumenschnitt für die Vase dort sicherlich leichter fallen.

Für den Friday-Flowerday gibt es hier die ersten Dahlien und Gladiolen aus dem neuen Schrebergarten:
Vasen mit Dahlien - Blumen - Tischdeko

Die drei Vasen stehen eigentlich in einer Reihe in der Mitte des Esstisches. Um sie alle auf das Foto zu bekommen, musste ich sie allerdings zusammenrücken.

Blume - Dahlien - 8

Blume - Dahlien -2

Blume - Dahlie -Dahlienblüte 4

Blume - Dahlien - 7

Blume -Dahlien - 1

Gladiolen Vase Blumen

Blüten - Gladiolen

Blumen - Gladiolen - Blüten - lila Gladiolenblüten

Und nach dieser Bilderflut noch ein kleines Gedicht aus dem Büchlein „Unsere Dahlien“ von Gustav Schönborn:

Der Dahlienfreund:

Jedem Monat seine Blumen!
Alle, alle sind sie schön,
Aber bei den großen Dahlien
Bleib ich stets bewundernd stehn.
Muß dann voller Ehrfurcht sagen:
Herrlich diese Farbenpracht.
Hieran siehst du kleines Menschlein,
Was dein Gott für dich gemacht.
Darfst du selbst mit Hand anlegen
Und ein Pflegevater sein.
Für die Mühe stellt als Segen
Immer sich die Freude ein.

 

Und diese Blütenfülle schicke ich auch noch zum Freutag und fff.
Bis zum nächsten Mal
Edelgard

 

 

#12von12 im Juli 2017

Heute mal wieder 12von12, d.h. zwölf Bilder des Tages, die einen kleinen Einblick in meinen heute verbrachten Tag geben. Gesammelt werden diese und die Bilder vieler anderer Blogger*innen bei Caro.

Hallo ihr Lieben,
aufstehen, Kaffee, wie immer ein kleiner Gartenrundgang und für euch schnell ein Foto der Kletterrose Giardina gemacht. Ich bin von dieser Rose total begeistert und kann sie nur weiterempfehlen.  Als eine der wenigen Rosen hat sie den Dauerregen hier gut überstanden. Von der oft erwähnten Mumienbildung der Blüten keine Spur, ganz im Gegenteil:

Rose - Rosenblüten der Kletterrose Giardina

Frühstück musste heute leider ausfallen, es stand ein schon längst fälliger und immer wieder verschobener Arztbesuch an. Für mich hieß das, auf nach Neustadt in OH. Die Betreuung meiner Enkeltochter hatte ich für heute abgesagt, so stand mir der Tag zur freien Verfügung. Und das war auch gut so, denn trotz Terminvereinbarung musste ich geschlagene 1,5 Stunden im Wartezimmer ausharren.  Mit inzwischen knurrendem Magen und nicht gerade frohlockend, entdeckte ich auf dem Weg zum Parkplatz dieses Fahrrad, und meine schlechte Laune relativierte sich etwas.

Fahrrad mit demoliertem Vorderrad

Auf dem Rückweg habe ich einen kleinen Schlenker zur Alten Gutsgärtnerei Sierhagen gemacht, in der Hoffnung dort eine von mir schon lange auf dem Wunschzettel stehende Ramblerrose zu finden. Leider hatte ich keinen Erfolg, alle Rosen dort boten ein jämmerliches Schauspiel und von der Wunschrose New Dawn keine Spur. Ich bin dann noch ein wenig durch die Schaugärten gewandert und habe mir die dauerhaft ausgestellten Werke afrikanischer Bildhauer angesehen:

Skulptur eines Bildhauers in Simbabwe

Skulptur, afrikanische Bildhauerkunst

Dann einen kurzen Blick in das Gewächshaus mit Dekoartikel für den Garten. Leider finden sie in mir keine Kundin, solche Dinge kaufe ich grundsätzlich auf dem Flohmarkt.

Alte-Gutsgärtnerei-Sierhagen-Verkaufsraum

Inzwischen hatte das Palmenhaus-Cafe geöffnet und bei meiner zweiten Tasse Kaffee des Tages genoß ich das tolle Ambiente.

Palmenhaus-Cafe-Alte-Gutsgärtnerei-Sierhagen

Anschließend bin ich extra für euch um das Gut Sierhagen gefahren und habe diese Bilder eingefangen:

Hauptor-Gut-Sierhagen

Gut-Sierhagen-vorderer-Eingang

Gut-Sierhagen,-Herrenhaus.
Mein Rückweg führte mich vorbei an dem Wasserski Wakeboard Park Süsel. Ich fand es total spannend, den Wakeboardfahrer*innen zuzuschauen und habe gar nicht bemerkt, dass ich dort fast zwei Stunden verbrachte. Inzwischen hatte sich der Himmel wieder verdunkelt, das erste Gewittergrollen war zu vernehmen, und ich war froh das Auto erreicht zu haben, bevor ein heftiger Platzregen einsetzte.

Wakeboardfahrer-Wasserski-Süsel

Wasserskilift-Süsel

Endlich zuhause angekommen, wartete eine große Überraschung auf mich. Mein Mann war in der Zwischenzeit nämlich ganz fleißig. Während ich den Tag mal mit Nichtstun genoß, hatte er die Dachsparren der sich im Bau befindlichen Philisophenbank fertiggestellt.

Dachsparren für Philiosophenbank

Und das war noch nicht alles. Telefonisch erhielten wir die Zusage für den Pachtvertrag eines Schrebergartens und noch heute Abend soll die Schlüsselübergabe erfolgen – freu!
Sicherlich kann ich euch beim nächsten Mal Bilder der fertigen Philosophenbank und des Schrebergartens zeigen.

Also bis zum nächsten 12von12
Edelgard

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Strickpuppe – Eine Liebseeligkeiten Puppe nach Waldorfart

Puppe- Stricken - Waldorf - Liebseeligkeiten - Strickpuppe - Waldorfart

Hallo ihr Lieben,
heute zeige ich euch eine neue, von mir handgefertigte Strickpuppe nach Waldorfart. Die Strickpuppe habe ich auf Wunsch einer lieben Bekannten hergestellt. Genau wie ihr, wird sie die Puppe heute das erste Mal sehen, und ich hoffe sie gefällt ihr. Ich bin froh, dass ich überhaupt noch ein paar Bilder von ihr machen konnte, denn der Dauerregen hat hier noch nicht aufgehört. In der Wohnung ist es viel zu dunkel zum Fotografieren, und um im Garten ein trockenes Plätzchen zu finden, bedurfte es ein ständiges aus dem Fenster schauen. Heute morgen, pünktlich zum Creadienstag, konnte ich endlich ein paar Bilder machen. Ganz schnell bin ich mit der Puppe durch den Garten gehuscht. Wie ihr auf dem letzten Bild seht, hat sie bei diesem hektischen Fototermin ihre Haarschleife verloren und sieht auch sonst etwas mitgenommen aus –  ich glaube sie hat einen nassen Po bekommen.

Liebseeligkeiten - Stricken - Puppe - Waldorf - Waldorfart

Waldorf -Strickpuupe - Waldorfart - Liebseeligkeiten

 

Puppe- Strickpuppe - Waldorf - Liebseeligkeiten

Bis zum nächsten Mal
Edelgard

Außerdem verlinkt mit HOT und Dienstagsdinge

Oma ist die Beste

Rose - Grußkarte für Oma - Oma ist die Beste

Hallo ihr Lieben,
wie sehr ich mich über diese Rose und Karte gefreut habe, könnt ihr sicher nachvollziehen. Nein, gestern war weder mein Geburtstag, noch war offizieller Omatag. Omatag? Ja, den gibt es, genauso wie den Tag des Streichholzes, der Hängematte oder den Tag der Konservendosen. Wann genau der Omatag ist, kann ich euch leider nicht sagen. Mal heißt es, es sei der zweite Sonntag im Oktober, an anderer Stelle liest man vom zwölften November. Wie dem auch sei, ich brauche solche festgesetzten Tage ohnehin nicht und was meine Enkelkinder betrifft – die beglücken mich täglich. Ein Leben ohne diese Nervensägen, die sich ständig ums Spielzeug streiten, kreischend auf den Sofas hüpfen und ein Wettrennen um die Kücheninsel machen, ist für mich gar nicht mehr vorstellbar; denn es sind die süßesten, liebsten und einzigartigsten Enkelkinder der Welt. Und Geschenke – die bekomme ich von ihnen en masse. Ich habe extra eine Mappe für ihre selbstgemalten Bilder und eine Kiste, in der alles (fast alles) gesammelt wird, was sie mir mit ganz viel Stolz und Glückseligkeit in ihren Augen schenken. Federn, Muscheln, bizarr geformte Stöcke und Steine, geglättetes, noch etwas klebriges Bonbonpapier, weil es so schön zu meinem Pullover passt und vieles mehr. Aber komischerweise wird meine Schatzkiste nicht voller. Den Spruch „Geschenkt ist geschenkt, wiederholen ist gestohlen“, kennen meine Enkelkinder wie’s scheint noch nicht. Es gibt unzählige Gründe, der Kiste immer wieder etwas zu entnehmen. Die Feder wird zum Basteln gebraucht, der allerschönste Stein erweist sich als das! Ideale Geschenk für die beste Freundin, und das zuletzt extra für mich gemalte Bild, soll dann doch lieber der ganzen Familie zugutekommen und wird im Treppenhaus aufgehängt. Die Rose wird verwelken, aber wie lange ich die Karte als die meinige bezeichnen kann, bleibt fraglich. Und für den Fall, dass meine Enkeltochter dringend eine Karte für die andere Oma benötigt, da diese ja ohnehin besser Noten lesen kann als ich und überhaupt …, habe ich schnell ein paar Fotos gemacht:

Rose und Grußkarte für Oma, Rosenblüte

Geöffnete Blüte einer Rose und Rosenknospen - Rose - Rosenblüte

Rosenknospen

Rose - Rosenzweig - Vase mit Rosen - Grußkarte für die Oma - Oma ist die Beste

Bis zum nächsten Mal
Edelgard

Verlinkt mit: Freutag, Floralfridayfoto, Holunderblütchen

DIY Wandgestaltung – Menschen in Bewegung

Hallo ihr Lieben,
irgendwie steckt Renovieren, Umgestalten oder der Wunsch einfach mal was Neues zu haben an. Seitdem ich dabei bin, bei mir einiges in den Wohnräumen zu verändern, scheint ein Teil meiner Familie sich infiziert zu haben. Nachdem meine Enkeltochter endlich ihr neues Zimmer beziehen konnte, wollte mein Sohn auch etwas Neues. Nicht so eine Wandbemalung wie die, die ich in dem Zimmer seiner Tochter auf die Tapete gebracht habe, aber doch irgendwie einen Blickfang an der Wand.

Und was für eine Wandgestaltung es geworden ist, seht ihr hier:

Wandgestaltung aus neun ähnlichen Bildern

Ich habe mir im Baumarkt neun Spanplatten in den Maßen 45 x 45 cm zurechtsägen lassen, gleich gestaltete Motive aus dem Netz gesucht, vergrößert, ausgedruckt, ausgeschnitten und dann auf die Platten übertragen. Die Figuren habe ich mit einer silbernen Effektfarbe ausgemalt, die Spanplatten haben einen Anstrich mit Künstler-Acrylfarbe erhalten, da diese besonders lichtecht ist. Die Effektfarbe enthält echte Metallpartikel – ein toller Effekt, der auf dem mittleren Bild gut erkennbar ist.

DIY- Materialien für die Bilder der Wandgestaltung       

So, nun schnell ab damit zu Creadienstag, Dienstagsdinge, und HOT, denn heute geht’s endlich weiter mit meinen eigenen Räumen.

Bis zum nächsten Mal
Edelgard

Über Alchemisten und „Gloria Dei“

Alle Wetter! Was für’n Wetter
Regnet kleine Kieselsteine
Zieht euch dicke Stiefel an
Dann seid ihr nicht übel dran.

Dunkle Wolken, Schauer und Gewitter bestimmen zurzeit das Wetterbild. Aber es soll ja nur „gefühlte“ Kapriolen schlagen. Es ist halt regelmäßig unregelmäßig –  ganz normal für den mitteleuropäischen Sommer. Mag ja sein, stimmt mich aber in keiner Weise versöhnlich. Und wenn ich in meinen Gummistiefeln durch den Garten wate, trällere ich nicht gerade obiges Kinderlied. Meinen Pflanzen scheint es ähnlich zu gehen. Die kleinen Kieselsteine haben ganze Arbeit geleistet und die meisten von ihnen zu Boden gestreckt.  Am bedauerlichsten finde ich, wenn dieser Dauerregen zur Rosenblüte einsetzt. Klar, Rosen brauchen viel Wasser – aber bitte nur von unten!

Den Rosen und vor allen Dingen dem Frauenmantel hat der Regen am meisten zugesetzt und beide sind sicherlich froh über ein trockenes Plätzchen in der Wohnung:

Gloria Dei Rose und Frauenmantel in der Vase

Die Rose „Gloria Dei“ war schon etwas eingeknickt, so dass ich ihr eine kleine Rosenstütze gebastelt habe. Was sich im Garten bewährt hat, leistet auch hier gute Dienste.

Blüten der Rose Gloria Dei

Die Edelrose „Gloria Dei“ (Ehre sei Gott) gehört zur Gruppe der Teehybriden und ist die weltweit meistgepflanzte Rose, die sogar einen weltpolitischen Hintergrund hat. „Gloria Dei“ heißt sie aber nur in Deutschland. In den USA wurde sie auf den Namen „Peace“ getauft, in Frankreich kennt man sie unter dem Namen „Mme A. Meilland“ und in Italien heißt sie „Gioia“ (Freude). Aber wie kam es zu diesen unterschiedlichen Namen? Auf der ersten Vollversammlung der Vereinten Nationen erhielt jeder Delegierte die Rose zur Erinnerung an das wichtigste Ziel: Frieden. Die weltpolitischen Umstände verhinderten damals jedoch den fachlichen Austausch und die Einigung auf einen Namen.

Gloria-Dei-Rosenblüte-Rose

In ähnlicher Farbgebung zeigt sich die „Ghislaine de Feligonde“ Die Blüten sind zwar sehr viel kleiner, aber durch das wechselnde Farbspiel erinnern sie stark an die „Gloria Dei“. Man könnte meinen, sie seien deren kleine Schwester:

Ghislaine de Féligonde, Blüten

Die jetzt noch orange Farbe der kleinen „Ghislaine de Féligonde“ -Blüten, verblasst in ein paar Tagen und passt sich der „Gloria Dei“ an.

 

Von diesen beiden Schönheiten, ist mir leider nur ein Name bekannt, den der „Aprikola“. Die Aufnahmen entstanden, bevor der Regen einsetzte und in meinen Strauß sind sie auch nicht mehr so fotogen.

Und nun zum Frauenmantel:

Wassertropfen auf Blatt vom Frauenmantel

Dieser Effekt ist euch doch sicher allen bekannt, oder? Wassertropfen werden vom Blatt des Frauenmantels aufgefangen und bleiben auf ihnen liegen, als würden sie die Blattoberfläche kaum berühren. Eine praktische Selbstreinigung der Pflanze, denn die Tropfen nehmen Staub und Schmutz auf. Es gibt aber nicht nur die sofort ins Auge stechenden Tropfen. An den Blattzähnen finden sich winzige Spalten, die kleine Wassertröpfchen ausscheiden. Dieser Tropfen ist der sogenannte Guttationstropfen. Wenn sich viele dieser kleinen Tröpfchen in der Mitte des Blattes sammeln, bildet sich eine große Wasserperle. Und genau diese schillernde Wasserperle, den Himmelstropfen,  haben die Alchemisten im Mittelalter gesammelt, um daraus den Stein der Weisen zu brauen. Sie waren der Meinung, diese Tropfen enthielten Kräfte, die eine Befruchtung ohne fremde Hilfe ermöglicht. Und tatsächlich entwickelt sich die Frucht des Frauenmantels ohne Bestäubung.

Und zum Abschluss noch ein kleines Gedicht über den Frauenmantel von Johannes Trojan (1837-1915):

Das Kräutlein treibt ein rundes Blatt
Wie keines ringsherum es hat.
Mit zierlich eingekerbtem Rand
Ist für den Tau es angespannt,
Recht als ein Schälchen hingestellt,
in welches Perl`auf Perle fällt.
So hebt es auf des Himmels Tau,
der niedersinkt auf Flur und Au`,
Manch Elflein gegen Morgen kommt,
das dürstet, dem zu trinken frommt,
Schöpft aus dem Schüsselchen und spricht:
Ein bessres Labsal gibt es nicht

 

Verlinkt mit:  Naturdonnerstag, Floralfridayfoto,Holunderblütchen,

Bis zum nächsten Mal
Edelgard

 

 

 

 

Farbiger Zucker – Zucker färben mit Rosenblüten

Mit Rosen gefärbter Zucker in Reagenzgläser

Wer Zucker färben möchte, muss nicht unbedingt zu Lebensmittelfarbe greifen. Viel mehr Spaß macht das Färben des Zuckers mit Rosen.

Hallo ihr Lieben,
bereits letzte Woche haben meine Enkeltochter und ich Zucker mit Kornblumen gefärbt. Diesmal sollte er aber viel bunter werden. Und was eignet sich da besser als die Rosen, die zurzeit in Hülle und Fülle in meinem Garten blühen. Also schnell ein paar rote, bzw. rosa Rosenblüten abgeschnitten und ab damit in unsere Hexenküche. Diesmal haben wir die Blütenblätter nicht mit einem Küchengerät zerkleinert, sondern die ganzen Rosenblüten fest in der Hand zusammengepresst und mit einer Schere klitzekleine Stücke auf drei Häufchen Rohrzucker rieseln lassen – mal mehr, mal weniger.  Dann nahmen wir unsere Finger zur Hilfe, vermischten den Zucker mit den geschnittenen Blütenblättern und quetschen dabei gleichzeitig den farbigen Blütensaft aus den Blüten. Die Masse legten wir auf ein Backpapier und ließen sie bei 50 Grad in dem Backofen trocknen.  Bis alle Feuchtigkeit verdunstet ist, dauert es etwa eine halbe Stunde. Mehrmals wurde in dieser Zeit die Masse im Backofen mit einer Gabel umgewälzt und große, zusammengeklebte Stücke zerkleinert. Mit den Fingern, der Gabel oder dem Mörser, kann der fertig gefärbte Zucker nochmals zerkleinert werden, ganz wie es beliebt, bzw. wie fein man ihn haben möchte.
Und wenn der Zucker dann in schöne Gläser oder wie wir es getan haben in Reagenzgläser gefüllt wird, hat man im Nu nicht nur ein süßes, sondern auch ein schönes Geschenk.

mit Rosen gefärbter Zucker

Die unterschiedlichen Farbtöne sind durch die unterschiedlichen Rosenblüten und der dem Zucker zugefügten Menge an Blütenblättern entstanden.

Rosen und gefärbter Zucker

Den dunkelsten Fliederton schenkte uns die Englische Rose „William Shakespeare“.

DIY Vase und gefärbter Zucker

Hier seht ihr übrigens nochmal die von mir aus alten Büchern hergestellte Vase. Das DIY dazu findet ihr hier.

Fertig? Nein, denn meine Enkeltochter hatte so viel Spaß an der „Arbeit“ in unserer Zuckerwerkstatt, und sie fragte sich (mich), ob denn auch gelbe Rosen färben würden. Da es draußen in Strömen goss und wir ohnehin noch Zeit hatten, probierten wir es halt aus. Das ganze Prozedere also noch mal von vorn in den Wunschfarben Gelb/Orange/Rot.

Gelber und oranger Zucker gefärbt mit Rosenblüten

Und siehe da, der Zucker wurde gelb und ein bisschen orange. Fehlte nur noch ein richtiges Rot. Ein rote, so eine richtig rote, rote Rose wächst aber nicht in meinem Garten. Mmh, nehmen wir doch die Mohnblumen. Aber seht, welch Farbe aus den knallroten, zerquetschten Blütenblättern der Mohnblume kommt:

Zucker gefärbt mit Blütenblättern der Mohnblume, Klatschmohn

Ist das nicht verwunderlich? Da musste sogar ich staunen.
So, das war’s nun aber tätsächlich mit unserer Zuckerfärberei. Und wem die Farben zu blass erscheinen, sollte noch wissen, dass sich die Farbe verändert, sobald sie mit der Feuchtigkeit der Speisen in Verbindung kommt. Und da ich nicht erst eine Süßspeise zubereiten wollte um euch das zu demonstrieren, habe ich etwas Zucker in Flaschen gefüllt und mit Wasser aufgegossen. Und hier seht ihr jetzt die Wandlung der Farben, wenn sie feucht werden:

Gelber Zucker gelöst in Wasser

Fliederfarbener Zucker gelöst in Wasser

Flaschen mit farbigem Zuckerwasser

So, nun aber endgültig Schluss. Spaß hat es gemacht und viel gelernt hat meine Enkeltochter dabei auch. Unter anderem natürlich die Namen der Rosen. Am besten gefiel ihr der Name „Raubritter“ und, so ein schwieriger Name wie „Ghislaine de Feligonde“ ist ihr jetzt auch nicht mehr fremd.
Ich sehe gerade, dass unsere Mohnblume, die uns mit ihrer Farbgebung doch sehr überrascht hat, nicht mit auf dem Bild ist. Das liegt daran, dass sie zwischenzeitlich all ihre verbliebenen Blütenblätter verloren hat. Stellvertretend gibt es daher einen Soloauftritt von einer ihrer Artgenossen.
Und verdient hat sie es allemal, denn der Klatschmohn (Papaver rhoeas) ist die Blume des Jahres 2017.

Mohnblume vor Himmel, Klatschmohn

Bis zum nächsten Mal
Edelgard

Verlinkt mit: Meertje, Freutag, Naturdonnerstag, Naturkinder, Creadienstag, HOT, Dienstagsdinge

 

 

 

 

 

Kornblumen – nicht nur für die Vase!

Erst einmal Asche über mein Haupt, denn eigentlich dürfte dieser Kornblumenstrauß gar nicht auf meiner Kücheninsel stehen; Kornblumen stehen unter Naturschutz, was ich auch erst durch diesen Beitrag erfahren habe. Durch den Einsatz von Herbiziden und Kunstdünger in der Landwirtschaft verschwinden immer mehr solcher Ackerwildkrautarten, wodurch zwangsläufig auch die Artenvielfalt von Insekten und den insektenfressenden Vögeln gefährdet ist. Aber wer kann diesem Blau schon widerstehen.
Die Kornblume gehört zur großen Pflanzenfamilie der Korbblütler. Ursprünglich stammt sie aus dem östlichen Mittelmeergebiet, und je mehr sie verbreitet wurde, desto mehr Namen bekam sie auch, wie z.B.  Blaumütze, Sichel- oder Zachariasblume. Viele Jahrhunderte wurde sie als Heilmittel bei Verdauungsbeschwerden, Augenkrankheiten und Hautproblemen eingesetzt. Heute hat sie in der Heilkunde kaum noch Bedeutung. Die Blütenblätter der Kornblume werden in der Küche eher zur Dekoration auf Süßspeisen und Salaten verwendet.

Vase mit blauen Kornblumen

In einem estnischen Märchen ist zu lesen, dass die Kornblumen einst Himmelsflicken waren. Die kleinen blauen Stoffreste sollen der Sonne beim Nähen des Himmelszeltes in einem unachtsamen Moment aus der Hand gefallen sein.

Blaue Vase mit Kornblumen

Einer Sage nach, kam die Kornblume direkt aus dem Himmel zu uns auf die Felder. Der Himmel soll sich einst beklagt haben, dass die Ähren nicht bis zu ihm hinauf reichten, die Getreidefelder ihm keine Gaben sandten. Also kam er selbst zu den Feldern herab. Und wenn ihr heute blaue Blumen zwischen den Ähren seht, seht ihr einen Teil des Himmels.

Kornblumen Ausschnitt eines Kornblumenstrauchs

Auch in dem Gedicht von Gustav Metscher (1940) wurde die Kornblume in Verbindung gesetzt mit dem Himmel:

Kornblumen
Sind Tröpflein von Himmelsblau
Heut‘ auf mein Feld gefallen.
Die liegen nun in weiter Au‘
Auf grünen Halmen allen.

Ein Engel kam dann leis‘ zur Nacht
Und hat der Tröpflein viele
Zu lauter Blüten flugs gemacht
Mit feinem Farbenspiele

Blaue Kornblumen Kornblumenblau

Leider halten sich Kornblumen nicht lange in der Vase. Sie verlieren ihre Farbe, werden fast weiß. Schnell haben meine Enkeltochter und ich den Rest der noch blauen Blütenblätter  zu blauem Zucker verarbeitet, denn Kornblumen sind essbar.

Blütenblätter von Kornblumen und Rohrzucker

Und so geht’s:
Der Rohrzucker wird zusammen mit den frisch abgezupften Blütenblättern in der Küchenmaschine zerkleinert. Die zerhackten Blüten geben hier schon mal ein wenig ihrer blauen Farbe an den Zucker ab. Jetzt warten, bis alles getrocknet ist (an der Sonne oder im Backofen bei 50 Grad) und nochmal zerkleinern. Die noch etwas groben Stücke der getrockneten Blüten können im Zucker verbleiben, sie geben dem Zucker noch mehr Farbe. Je mehr Blütenblätter ihr verwendet, desto blauer wird natürlich der Zucker. Ich habe eine Handvoll abgezupfter Blüten auf zwei Eßlöffel Zucker gegeben. Der hellblaue Zucker bekommt sein Kornblumenblau wieder, sobald er mit der Feuchtigkeit der Speisen in Berührung kommt. Keine Angst, die Kornblumenblüten sind in Verbindung mit dem Zucker absolut geschmacksneutral. Das Färben des Zuckers ist lediglich eine Spielerei, die nicht nur Kindern großen Spaß macht.

Blauer Zucker für Süßspeisen gefärbt mit Kornblumen

Biene in Kornblume

Und denkt daran – ihr wisst, was ich meine.

Bis demnächst
Edelgard

Verlinkt mit: Jahreszeitenbriefe, Bliss, Holunderblütchen, Floralfridayfoto, Freutag

 

 

Honig – Das süße Gold

Große Filzblüte mit gefilzten Bienen

Hallo ihr Lieben,

die beiden gefilzten Bienen sind ein kleiner Teil, einer von mir geplanten Sommerszene. Heute kommen sie jedoch schon mal zum Einsatz, um euch zu zeigen, was sich bei mir im Keller seit neuestem so tut. Dort wird geschleudert. Und zwar nicht nur Wäsche, sondern auch Honig. Eine ganze Imkerei fand Platz in einem meiner Kellerräume. Ein Teil meiner Familie ist nämlich seit März diesen Jahres unter die Imker gegangen und macht jetzt in Honig. Da in der eigenen Wohnung nicht genügend Platz vorhanden ist, steht alles, was man für die Herstellung von Honig benötigt jetzt hier, und ich muss zugeben, es ist spannend.

Der ganzen Theorie über Imkerei und Honigproduktion konnte ich bislang nicht soo viel abgewinnen, interessant wurde es allerdings, als jetzt der erste Honig floss.
Und wie das Ganze abläuft, seht ihr hier:

Entdeckeln der Zellen einer Waabe, HonigRähmchen, entdeckelte Waabe

Mit einer Entdeckelungsgabel werden die Zellen der Waben vom Wachs entdeckelt. Die Arbeiterinnen haben hier ganze Arbeit geleistet, um den fertigen Honig zu schützen, bzw. ihre Honigreserven für den Winter zu konservieren. Sind alle Zellen offengelegt, kommen die Wabenrähmchen in die Schleuder und siehe da, das süße Gold läuft.

Honig fließt aus der HonigschleuderHonig fließt durch ein Spitzsieb

Nachdem der Honig schon durch ein Grob- und Feinsieb gelaufen ist, geht’s durch ein Spitzsieb in den Abfülleimer. Der Honig ist soweit fertig und könnte gegessen werden. Da Sohnemann aber Honig von cremiger Konsistenz bevorzugt, bleibt der Honig noch im Eimer, bis er beginnt zu kristallisieren. Sich an der Oberfläche abgelagerte Verunreinigungen werden nochmals abgeschöpft, und der Honig wird bis zur Abfüllung in Gläser mehrmals gerührt.
Der von den Zellen entfernte Entdeckelungswachs ist aber alles andere als Abfall. Ganz im Gegenteil, er ist das Reinste und somit der wertvollste Wachs, den es gibt. Unter anderem kann man ihn als Grundlage für die eigene Herstellung von Salben und Cremes verwenden, d.h. ich werde mich demnächst durch Rezepte wühlen und Tiegel kaufen.
So, nun aber: nach drei Stunden Entdeckeln, Schleudern etc. war es geschafft (das leidige Säubern der Gerätschaften und des Kellerraumes nicht berechnet), und die Ausbeute betrug sage und schreibe:
90! (neunzig) Kilo Honig. Und das, nach einmaligem Honigmachen. Demnächst kommt die Sommer-, später dann evtl. noch eine Waldtracht. „Rechnet mal aus, wieviel Gläser mit einem Fassungsvermögen von 500ml in diesem Jahr noch abgefüllt und etikettiert werden müssen?“ In Relation zu dem, was die Bienen leisten jedoch ein geringer Arbeitsaufwand; Um Nektar für 1kg Honig zu sammeln müssen Bienen 3 bis 5 Mio. Blüten anfliegen. Das sind rd. 60.000 Ausflüge vom Bienenvolk zu den Blüten und zurück. Da stellt sich doch die Frage:

Wieviel ist ein Glas Honig wert?
Josef Guggenmos (1922)

Gespräch mit der Bienenkönigin:
“Erlauben Sie mir, einen Wunsch zu sagen.
Ich möcht ein Gläschen Honig haben.
Was kostet’s ? Ich bin zu zahlen bereit.
Für was Gutes ist mir mein Geld nicht leid.”
“Sie wollen was Gutes für ihr Geld?
Sie kriegen das Beste von der Welt!
Sie kaufen goldnen Sonnenschein,
Sie kaufen pure Gesundheit ein!
Was Bessres als Honig hat keiner erfunden.
Der Preis? Ich verrechne die Arbeitsstunden.
Zwölftausend Stunden waren zu fliegen,
um so viel Honig zusammenzukriegen.
Ja, meine Leute waren fleißig!
Die Stunde? Ich rechne zwei Mark dreißig.
Nun rechnen Sie sich’s selber aus!
27.000 Mark und mehr.
Hier ist die Rechnung, ich bitte sehr!”

Also, denkt dran, wenn ihr das nächste Mal Honig esst – genauso wenig, wie es lila Kühe gibt, wächst der Honig auf den Bäumen.
Edelgard

Verlinkt mit : Jahreszeitenbriefe, NaturkinderMontagsfreuden, HOT, Freutag, Dienstagsdinge, Creadienstag

 

 

 

 

 

 

 

Glockenblumen und wie sie entstanden

Zurzeit ist mein Garten voll mit Glockenblumen. Bei mir dürfen sie sich überall aussäen. Ob blau oder weiß, jede ist willkommen. Schon als Kind habe ich diese Blumen geliebt. Es gibt unzählige Mythen über die Glockenblume und die Darstellungen von Elfen mit ihren Glockenblumenhüten und Glockenröckchen, sind sicher allen von euch bekannt.

Ursprünglich stammt die Glockenblume aus Italien und bereits im 16. Jahrhundert wurde die Blume mit den Glockenblüten in Schriften erwähnt. Ihr botanischer Name Campanula bedeutet nichts anderes als Glocke. Es gibt an die 300 Arten von Glockenblumen und die, die sich zurzeit auf meinem Tisch befinden, sind die Pfirsich – Glockenblumen „Grandiflora Alba.“
Und damit sich die Glocken nicht gegenseitig beim Läuten behindern, bekam jede einzelne von ihnen eine eigene Vase:

Blumen, Blumenvasen mit weißen Glockenblumen

Glockenblume Campanula weiße Blumen

Grandiflora Alba weiße Glockenblume

Am Abend, bevor die Gäste kamen, habe ich sie auf den Küchentresen gestellt. Vor der dunklen Wand kamen die weißen Blüten der Glockenblumen besonders gut zur Geltung und jeder hatte Freude an ihnen.

weiße Glockenblumen vor dunkler Wand

Und hier noch eine kleine Geschichte aus  „Das Blaue Bändchen“ des Schaffstein-Verlages, Köln (von Blumen und Bäumen):

Wie die Glockenblumen entstanden sind
Einst waren die Mäuse in großer Not; denn die Katze fing und tötete alle, die sich sehen ließen. Da kamen sie zusammen und ratschlagten, wie sie sich vor der Katze schützen möchten. Aber da war guter Rat teuer, und die erfahrensten Mäuse bedachten sich lange vergeblich.
Endlich erhob sich ein junges Mäuslein und sprach: „Wir kaufen eine Glocke, die hängen wir der Katze um den Hals; dann hören wir es gleich, wenn sie kommt!“ Alle riefen froh: „Das ist ein guter Vorschlag; das wollen wir tun!“ Sie legten sogleich all ihr Geld zusammen und kauften eine Glocke.
Nun berieten sie weiter und sprachen: „Wer will der Katze die Glocke umhängen?“ Da riefen sie alle: „Ich nicht!“ „Ich auch nicht!“
Da lag nun die schöne Glocke nutzlos da, und es erhob sich ein Streit unter ihnen. Die eine Maus sagte: „Du bist schuld daran, dass ich mein schönes Geld ausgab!“ Die andere rief: “ Nein, du bist selber schuld daran!“

Zuletzt kaufte ihnen ein Wiesenzwerg die niedliche Glocke ab, und der schenkte sie einer schönen Blume auf der Wiese.
Und seit der Zeit gibt es Glockenblumen.

Verlinkt mit: Gartenglück, Samstagsplausch, Holunderblütchen, Freutag, Freitagsblumen